Wie lange dauert es bis zur Erleuchtung?
Zen Geschichte

Ein junger Mann suchte einen Zen-Meister auf. „Meister, wie lange wird es dauern, bis ich Befreiung erlangt habe?“

„Vielleicht zehn Jahre“, entgegnete der Meister.

„Und wenn ich mich besonders anstrenge, wie lange dauert es dann ?“, fragte der Schüler.

„In dem Fall kann es zwanzig Jahre dauern“, erwiderte der Meister.

„Ich nehme aber wirklich jede Härte auf mich. Ich will so schnell wie möglich ans Ziel gelangen“, beteuerte der junge Mann.

„Dann“, erwiderte der Meister, „kann es bis zu vierzig Jahre dauern.“

Innerer Kompass

Durch innere Verbundenheit wieder zu mehr Lebensfreude!

Was kann ich? Wohin will ich? Wer bin ich? Eines Tages stellt sich jeder von uns diese Fragen. Egal, ob man zu jenen gehört, die für eine Zeit lang geglaubt haben, ganz genau zu wissen, wer sie sind, was sie können und welches Lebensziele es zu erreichen gilt, oder nicht. Manch einer stellt sich diese Fragen scheinbar ein Leben lang, ein anderer ist völlig überrascht, wenn er eines Tages aufwacht und diese Fragen in Form von immer lauter werdender Unzufriedenheit und Unmut in sich wahrnimmt. Es geht also nicht darum, ob wir uns mit uns selbst und unserem Leben ernsthaft beschäftigen, sondern wann wir dafür bereit sind. 

 

Viele Menschen werden im Alter zwischen 35 und 45, Frauen häufig etwas früher, Männer etwas später, mit den ersten größeren Krisen konfrontiert. Ob aus dem beruflichen oder privaten Kontext, spielt häufig keine Rolle. Wenn die angestrebte Beförderung ausbleibt, der Partner den gemeinsamen Lebensweg nicht mehr mit uns teilen will, der Körper nicht mehr mitmacht oder Schlimmeres, fangen wir an uns zu fragen, ob das alles so noch einen Sinn hat. Unser ursprünglich aufgebautes System unserer Identität, dem Rahmens von „wer bin ich, was kann ich und wohin will ich“, fängt an zu bröckeln. Die allermeisten Menschen sprechen in solchen Fällen von Schicksalsschlägen, um ihren Unmut über die Ungerechtigkeit des Lebens zum Ausdruck zu bringen und dass ihnen dieser oder jener „Schlag“ widerfahren ist. Ja, es mag sich zu Beginn nach einem „Schlag“ anfühlen, es mag uns für eine Weile den Boden unter den Füßen wegreißen und uns alleine zurücklassen. Doch diese vermeintlichen Schicksalsschläge geschehen, um uns den nötigen Anstoß zu geben unserem Leben eine neue Richtung zu geben. Sie geschehen, damit wir bereit sind uns zu verändern. Denn solche Ereignisse fallen nicht einfach so vom Himmel. Die ersten Anzeichen wollten wir jedoch nicht wahrhaben, wir dachten: „Ach, das geht schon noch, so schlimm wird es nicht“. So musste es „schlimmer werden“, damit wir realisieren, dass wir an einer Weggabelung stehen. An diesem Punkt in unserem Leben können wir frei wählen, wollen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen oder unseren inneren Kompass neu auszurichten. 

 

"Es ruckelt immer ein wenig, wenn das Leben in den nächsten Gang schaltet." (Unbekannt) 

 

Den inneren Kompass neu ausrichten!

Nach dem wir uns entschieden haben oder erkennen mussten, dass wir den vor vielen Jahren eingeschlagenen Weg nicht mehr weitergehen wollen, finden wir uns einem Wirrwarr von Möglichkeiten wieder. Die Extreme reichen von „zurück auf Los, alles verkaufen und sich ins Ausland absetzen“, bis hin zu „Augen zu und durch, irgendwie wird es schon es schon weitergehen“. Ich wage die Behauptung, dass auch in dieser Lebenslage der von Aristoteles geprägte Weg der goldenen Mitte der Richtige ist. Doch mag „der Weg der goldenen Mitte“ sehr individuell sein. Wer sein Leben bisher nach dem Motto „alles einfach mal auf sich zukommen zu lassen“ gelebt hat, dessen Weiterentwicklung wäre es möglicherweise, sich mal konsequent mit dem was er kann, erreichen will und für was er steht, zu beschäftigen. Hingegen mag jemand dessen Leben einem festen Plan folgte und jeder Tag durchgeplant war, daran wachsen, sich mal in den „Fluss des Lebens“ zu begeben und mehr zu vertrauen. 

 

Sie werden auf der Suche nach geeigneten Inspirationsquellen in nahezu allen Büchern die Einladung finden, sich erst mal mit sich selbst zu beschäftigen. Es geht um eine Rückschau mit der Frage „Wie bin ich dahin gekommen, wo ich jetzt gerade stehe?“. Mit dieser Klarheit im Gepäck folgt der Schritt, das Leben mal aus der anderen Perspektive zu erleben, um dann die eigene goldene Mitte zu finden. Vor vielen Jahren ist mir in einem Buch der Satz begegnet, dass wir von dem einen zum anderen Extrem wechseln dürfen, bevor wir unsere Mitte finden können (Vgl. Thorwald Dethlefsen, Schicksal als Chance). Dieses Buch war der Beginn einer wunderbaren Reise zu mir selbst und zu meinen Antworten auf die obigen Fragen und damit zu meiner „goldenen Mitte“. Darauf folgten viele weitere Bücher. Jedes hatte den einen oder anderen ganz wesentlichen Impuls und in viele dieser Bücher schaue ich auch heute noch gerne hinein und entdecke immer wieder etwas Neues. Eine kleine Auswahl dieser Bücher finden Sie hier:

 

Schicksal als Chance Thorwald Dethlefsen

Johannes Erzählung Heinz Körner

Und Gott sprach: „Wo liegt das Problem?“ Jörg Schulze

Gespräche mit Gott Band 1-3 Neale Donald Walsch

The Shift Wayne D. Dyer

Das Café am Rande der Welt John Strelecky

Der Selbst-Entwickler: Das Corssen Seminar Jens Corssen

Die Reise nach Hause Kyron

12 Schritte der Vergebung: Aus der Tiefe des Herzens leben Paul Ferrini

Raus aus den alten Schuhen Robert Betz

Die Mäuse Strategie für Manager Spencer Johnson 

Würde Gerald Hüther

und viele, viele mehr.

 

Und mit welchem Buch sollten Sie anfangen? Ich gebe die Frage zurück, welches spricht Sie an? Greifen Sie sich einfach ein Buch raus und beginnen Sie damit. Es gibt nicht das Richtige oder falsche Buch. Vertrauen Sie darauf, dass Sie das für Sie richtige Buch wählen werden. 

 

Warum fällt es uns so schwer, solche, ähnliche oder auch deutlich schwerwiegende Entscheidungen zu treffen? Warum wissen wir so häufig nicht, was wir „wirklich“ wollen? Wüssten wir es, hätten wir möglicherweise schon auf unserem Weg angehalten, die Richtung gewechselt oder für eine Weile umgekehrt. Weil dieser Aspekt für das zurückgewinnen unseres „inneren Kompass“ so wesentlich ist, möchte ich darauf noch mal eingehen und zugleich auf einen Artikel verweisen, den ich zu diesem Thema „Endlich eine stimmige Entscheidung treffen“ bereits geschrieben habe.

 

"Warum wissen wir so häufig nicht, was wir „wirklich“ wollen?"

 

Die Antwort ist vielschichtig. Doch im Kern, so glaube ich, liegt das Problem daran, dass wir den Zugang zu uns selbst verloren haben. Ich bin überzeugt, dass wir alle mit diesem Zugang zu uns selbst auf die Welt gekommen sind. Ob wir diesen Zugang innere Quelle oder innere Stimme nennen, es ist der Teil in uns, der uns wissen lässt, was sich für uns richtig anfühlt. Einige von uns konnten sich diesen Zugang länger erhalten, andere nicht. Spätestens jedoch, nachdem wir die Schule durchlaufen und die intensiven Jahre der gut-gemeinten Erziehung unserer Eltern durchlebt hatten, wussten wir nicht mehr was wir wirklich wollten. Stattdessen wussten wir, was wir der Meinung anderer nach werden oder sein sollten. Wir wussten was wir lernen oder studieren sollten, damit unsere Eltern stolz auf uns sind. Und welcher Beruf uns später mal eine sichere Zukunft und viel Geld bescheren wird. Doch wir waren nicht mehr frei, wir wussten nicht mehr was wir „wirklich“ wollten, was sich für unser Herz richtig und stimmig anfühlte. Selbst jene, die sich nach der Schule und Studium eine Auszeit genommen haben, waren danach, ähnlich wie zuvor, gefangen in den Vorstellungen und Wünschen ihrer Außenwelt. Ein Mann antworte auf die Frage was er studiert hat mit den Worten: „Jura“ und ergänzte,: „obwohl es meine Eltern wollten.“ Darin steckt für mich wahre Freiheit.

 

Was wollten Sie wirklich werden?

 

Nun haben Sie eine erste Idee, warum uns der Zugang zu uns selbst über die Jahre verschütt gegangen ist. Und bitte halten Sie sich nicht zu lange damit auf, Ihren Eltern oder den Lehrern, dem Schulsystem oder der Welt dafür die Schuld zu geben, es ist wie es ist. Sie dürfen darüber sauer, ärgerlich und auch wütend sein, doch all dies ändert nichts mehr. Übernehmen Sie heute, hier und jetzt die Verantwortung für Ihr Leben und machen Sie den Weg wieder frei zu Ihrer inneren Quelle - Ihrem inneren Kompass.

 

„Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben.“ Ben Furman

 

Neben der oben aufgeführten Bücherliste habe ich noch ein paar ergänzende Impulse, die Sie dabei unterstützen Ihren inneren Kompass neu auszurichten:

- Tagebuch-Schreiben, schreiben Sie einfach drauf los oder stellen Sie sich eine Frage, auf die Sie in Ihrem Tagebuch eingehen.

- Meditieren, suchen Sie sich eine Gruppe mit der Sie regelmäßig meditieren, laden Sie sich eine Meditation-App herunter oder finden Sie für sich selbst einen Ort an dem Sie Ruhe finden.

- Bucket-List, was wollen Sie noch unbedingt in Ihrem Leben tun, innerhalb der nächsten 12 Monate, der nächsten 5 Jahre usw..

 

Es gibt unzählige Wege und Methoden, die Sie auf Ihrem Weg unterstützen. In meinem Fall war es nicht dieses eine Buch, diese eine Begegnung oder diese eine Therapieform, es war die Kombination von allem was mir am Wegesrand begegnet ist, dass ich heute so glücklich und zufrieden auf mein Leben und vertrauensvoll in die Zukunft blicken kann.

 

"Sind Sie bereit sich auf den Weg zu machen?"

 

Kommen Sie zu mir ins Coaching und finden Sie Ihren inneren Kompass. Rufen Sie mich gerne unter 0151/ 46525418 an oder schreiben Sie mir eine E-Mail info@elkendorf-coaching.de. Ich freue mich, Sie kennenzulernen und Sie auf Ihrem persönlichen Weg zu mehr Lebensfreude, Leichtigkeit und Entspannung zu begleiten.

 

Mit herzlichen Grüßen und bis zum nächsten Artikel.

Vera Elkendorf

Ihr Coach für mehr Lebensfreude


Veröffentlicht am 10.08.2018