Zitat
Hildegard von Bingen

Disziplin ist der einzige Weg zum "Ständig-glücklich-sein".

Glücklich sein

Warum es Disziplin für mehr Lebensfreude und dein "glücklich-sein" braucht.

Seit einigen Wochen steht für viele Menschen die Welt Kopf, sie arbeiten  im Home Office und betreuen und unterrichten nebenbei noch ihre Kinder, andere sind in Kurzarbeit oder haben ihren Job verloren. Viele Selbstständige bangen um ihre Existenz und die ihrer Mitarbeiter. Anderen Wiederrum setzen sich täglich dem Virus aus, um Infizierten oder Risikogruppen die bestmögliche Betreuung zu kommen zu lassen. Während ein Teil der Bevölkerung von den Auswirkungen der Corona-Krise direkt betroffen ist, geht für manch` andere das Leben relativ normal weiter. Und ob mittel oder unmittelbar betroffen, vielen Menschen gelingt es trotzdem die positiven Seiten des „Shutdown“ zu sehen und diese besondere Zeit für sich zu nutzen

„Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.“ (Marcus Aurelius)

Wie bereits in meinem letzten Artikel „Positiv bleiben“ ausgeführt, hat es jeder von uns selbst in der Hand, wie er diese Krise erlebt. Du kannst deinen Blick auf das Grausame, Unsichere oder Beängstigende richten oder auf die positiven Seiten. Auch ist es schlichtweg klug, sich keine Sorgen zu machen, denn es raubt unendlich viel Energie und meistens treten die Dinge, erstens anders und zweitens als man gedacht hat, ein. Auch wirkt sich das „Sorgen machen“ körperlich wie Dauerstress aus, und dieser führt unweigerlich zur Schwächung des Immunsystems - also genau das Gegenteil von dem, was wir gerade wollen.

„Der Mensch kann tatsächlich stärker sein als seine Angst. Man muss seine Ängste überwinden lernen, darf sich ihnen nicht hilflos ausliefern.“ (Viktor E. Frankl)

Doch in diesem Artikel geht es sich nicht um Stress-Vermeidung, sondern um „glücklich sein“. Für manch` einen mag dies in dieser Zeit unmöglich erscheinen, doch geht es beim „glücklich sein“ nicht um den günstigen Ausgang eines Ereignisses. Dies würden wir mit „Glück gehabt“ benennen. „Glücklich-sein“ ist eine Entscheidung, die mit einer inneren Haltung einhergeht.

„Äußere Krisen bedeuten die große Chance, sich zu besinnen.“ (Viktor E. Frankl)

Lass uns mit drei Fragen beginnen:

  • An wie vielen Tagen im Monat bist du glücklich?
  • Bist du diszipliniert? Wenn ja, gehört „diszipliniert zu sein“ zu deinen Top 5 Eigenschaften?
  • Wie definierst du „Disziplin“?

Im Duden finden sich mehrere Bedeutungen des Wortes „Disziplin“. Mir geht nicht um das Einhalten von bestimmten Vorschriften, vorgeschriebenen Verhaltensregeln o. Ä., oder das sich einfügen in die Ordnung einer Gruppe oder einer Gemeinschaft. Mir geht es in diesem Artikel, um das Beherrschen des eigenen Willens, der eigenen Gefühle und Neigungen, um etwas zu erreichen (Duden „Disziplin“)

Was hat Disziplin nun mit glücklich sein zu tun? Hildegard von Bingen sagt dazu: „Disziplin ist der einzige Weg zum ‚Ständig-glücklich-Sein’„.

Vielleicht klingt diszipliniert zu sein nicht so „sexy“, doch „glücklich sein“ ganz sicher. Oder bist du nicht gerne mit Menschen zusammen, die glücklich sind? Wenn du nun zu dem Schluss gekommen bist, dass es dir gut tun würde häufiger „glücklich sein“, oder du sogar ständiges glücklich sein anstrebst, dann tust du gut daran deine Selbst-Disziplin weiter auszubauen. Doch bevor wir zur Selbst-Disziplin kommen, ist es wichtig herauszufinden was dich glücklich macht.

1. Schritt: Was macht dich glücklich?
Nimm dir ein Blatt Papier (oder laden dir diese Vorlage herunter) und erstelle dir deine „das-macht- mich-glücklich-Liste“. Schreibe alles auf, was dich glücklich macht, die großen und die scheinbar kleinen Dinge. Wenn dir spontan weniger als 10 Dinge einfallen, die dich glücklich machen, lohnt es sich für die nächsten 28 Tage deinen Blick für diese Dinge zu schärfen. Lege dir dafür ein Notizbuch an und schreibe jeden Abend 3 Dinge auf, die dich glücklich gemacht haben, mögen sie noch so klein und unbedeutend sein.Dies kann die Sonne sein, die dich morgens geweckt hat, der Duft einer Tasse Kaffee, das Lächeln eines Mitmenschen, ein Spaziergang in der Natur, der Lieblingsfilm den du nach langer Zeit mal wieder geschaut hat, das Gespräch mit einem lieben Menschen oder die Erledigung einer lange vor dir her geschobenen Aufgabe.
Schreibe am Ende dieser 28 Tage alle Dinge untereinander und erstelle dir damit deine „das-macht- mich-glücklich-Liste“.

2. Schritt: Übernehme Verantwortung für dein glücklich sein!
Nehme nun einen bunten Stift und markiere alle Dinge auf deiner „Das-macht-mich-glücklich-Liste“, in deren Ausübung du frei von anderen Menschen bist. Falls sich deine Liste nun auf weniger als 10 Dinge reduziert hat, lade ich dich ein, noch mal in dich zu gehen, z. B. mit der 28 Tage-Übung von oben oder in dem du dich fragst „was tue ich konkret für mich, um glücklich zu sein?“. Zur Erläuterung: Natürlich spricht nichts dagegen, wenn andere Menschen auch dazu beitragen, das wir glücklich sind, doch in erster Linie sind wir selbst für unser Wohlergeben verantwortlich. Insbesondere in Zeiten von Corona, in denen wir vielen unserer lieb gewonnenen Aktivitäten nicht nachgehen können, sind wir gut beraten, wenn wir unser „glücklich-sein" nicht ausschließlich von unseren Mitmenschen abhängig machen.
Wähle nun aus von deiner „Das-macht-mich-glücklich-Liste“ 3 Dinge aus, die du ab sofort täglich in dein „glücklich sein“ investierst. Notiere weitere 3 Dinge, die du einmal in der Woche für dein „glücklich sein“ machen wirst und noch 3 zusätzliche Dinge, zu denen du dich einmal im Monat verpflichtest.

„Glück ist eine Überwindungsprämie.“ (Jens Corssen )

3. Schritt: Ins Handeln kommen - einfach machen
Menschen, denen es bisher schwer gefallen ist diszipliniert zu sein, hoffen hier nun vielleicht auf einen Trick, wie es doch gelingen kann, am besten ohne jede Mühe und Anstrengung. Jene muss ich leider enttäuschen. Der Unterschied zwischen denen die diszipliniert sind und jenen die es nicht sind, ist möglicherweise einfach erklärt. Die disziplinierten Menschen fragen sich nicht vorher, ob sie Lust haben, diese Aufgabe zu erledigen oder jenes zu tun. Sie tun es einfach, denn sie wissen, dass sich das Gefühl von „glücklich sein“ beim Tun und Erledigen der Aufgabe wie von selbst einstellt. Wer jedoch lieber nach Gründen sucht, warum es besser wäre dies oder jenes später oder gar nicht zu tun, der wird auch welche finden - doch „glücklich sein“ stellt sich dadurch nicht ein.

Denke stets daran „Glück ist ein Überwindungsprämie“.

Nutze diese Zeit zur Selbstreflexion und für deine Persönlichkeitsentwicklung und komme zu mir ins Online-Coaching. Ich freue mich von dir unter info@elkendorf-coaching.de zu lesen oder unter 0151/46525418 zu hören.

Mit herzlichen Grüßen

Vera Elkendorf

Dein Coach für mehr Lebensfreude

Veröffentlicht: 28. April 2020