Zitat
Oska Wilde

"Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir in das Leben finden, das auf uns wartet."

Gescheitert?

Wie Sie Dank stürmischer Zeiten wieder zu mehr Lebensfreude gelangen.

„Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir in das Leben finden, das auf uns wartet.“ (Oska Wilde)

 

Wenn das Leben nicht hält was es verspricht, fühlen wir uns schnell vom Leben, dem lieben Gott oder wem auch immer wir die höchste Autorität dafür gegeben haben, ungerecht behandelt. Wir scheinen umgeben von einer undefinierten Idee darüber, was Gerecht ist und was nicht. Ob im Job, in der Liebe oder im Spiel, wir wollen alle gerecht behandelt werden. Doch wer definiert was Gerecht ist, bzw. was jeder einzelne braucht, um sich gerecht behandelt zu fühlen. Nach meiner Erfahrung geht das Bedürfnis nach Gerechtigkeit oft mit dem Bedürfnis nach Wertschätzung, Fairness und Respekt einher. Die zuletzt genannten Bedürfnisse mögen auf der Hand liegen, doch wie sieht es mit Klarheit oder Offenheit aus? Würden Sie eine Ihnen zugestoßene Ungerechtigkeit leichter verkraften können, wenn die andere Person Ihnen ihre Beweggründe offenlegt, oder brauchen Sie in solchen Fällen erst einmal Distanz und Ruhe? Was brauchen Sie in solchen Momenten?

 

Um zu erfahren was ich in solchen Situationen brauche, hat mir das Leben ein echtes Lehrstück zur Verfügung gestellt. Wenn Sie mögen, nehme ich Sie gerne auf eine kleine Reise mit.

 

„Das Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ (Sören Aabye Kierkegaard)

 

In meinem letzten Artikel („Bei sich bleiben“) habe ich Sie an einem beruflichen Entscheidungsprozess teilhaben lassen, der mich sehr gefordert hat. Nach einer Phase des Abwägens von Vor- und Nachteilen, welches sich wie ein Ping-Pong Spiel in meinem Kopf anfühlte, habe ich meinen Körper als Ratgeber hinzugezogen. Die Erkenntnisse, die ich über die körperliche Ebene hinzugewann, waren so verblüffend wie eindeutig, dass die nächsten Schritte klar vor mir lagen. Bevor ich die finale Entscheidung treffen konnte, wurde ich erneut herausgefordert, ich strauchelte nur kurzzeitig, denn ich wusste mir zu helfen. Nun waren alle Aspekte mit eingeflossen, um eine 100% stimmige Entscheidung treffen zu können.

 

„Nicht alle Stürme komme, um dein Leben zu erschüttern. Manche kommen, um dir den Weg freizumachen.“ (unbekannt)

 

Als mir das Leben jedoch vor gut zwei Wochen ein Ergebnis präsentierte, welche nicht der getroffenen Entscheidung entsprach, war ich wie vor den Kopf gestoßen. War ich gescheitert? Hatte mein Körper mich belogen? Hatte ich etwas übersehen?

 

„Du bekommst nicht immer was du willst, aber immer was du brauchst.“ (unbekannt)

 

Als mir in dem Zusammenhang das Wort Niederlage begegnete, da wurde mir klar, wie unterschiedliche die Perspektiven sein können. Ich hatte die Wahl faktisch nicht gewonnen, richtig! Doch von einer Niederlage, bei all den wertvollen Impulsen, Rückmeldungen und Erfahrungen die ich gewonnen hatte, konnte wirklich keine Rede sein. Auch hatte ich eine beträchtliche Anzahl an Stimmen auf mich vereinen können. Und obwohl mir unmittelbar all diese positiven Aspekte in den Sinn kamen, sie drangen noch nicht zu mir durch. Um sie wahrhaftig spüren zu können, wollte erst mal all die Traurigkeit und der Ärger gefühlt werden. Es ging nicht um das „was“ geschehen war, das hatte ich natürlich einkalkuliert, es ging um das „wie“, das war schwer verdaulich.

 

„Gefühle wollen gefühlt werden, wie ein Bonbon gelutscht werden will.“ (Robert Betz)

 

Also fühlte ich einige Tage sehr intensiv meine Traurigkeit und meinen Ärger. Intensiv fühlen heißt für mich, ich lasse die Gefühle zu, ich bin traurig, wenn ich traurig bin, ich bin ärgerlich, wenn ich ärgerlich bin. Ich kann Ihnen sagen, es ist gar nicht so leicht mit dem echten Fühlen. Nicht nur, dass ich zugleich den Anspruch hatte, weiter zu funktionieren. Auch mein Umfeld antwortete direkt mit weisen, klugen Ratschlägen, die so kann ich Ihnen sagen, alles andere als hilfreich waren. Nun ja, ich habe mir Zeit und Raum für meine Gefühle genommen. Und irgendwann war das Gefühl gefühlt, das Bonbon gelutscht. Unterstützt hat diesen Prozess ein kurzweiliger Vortrag zum Thema Resilienz von Sebastian Mauritz.

 

„Resilienz ist die Aufrechterhaltung oder schnelle Wiederherstellung der psychischen Gesundheit während und nach Widrigkeiten.“ (Rafael Kalisch 2017) 

 

Dr. Franziska Wiebel fasst die folgenden viere Grundhaltungen und drei Praktiken in die 7 Säulen der Resilienz zusammen:

1. Optimismus

2. Lösungsorientierung

3. Akzeptanz

4. Bindung

5. Selbstwahrnehmung

6. Selbstreflexion

7. Selbstwirksamkeit

 

Mir eröffnete der Vortrag den Blick dafür mal zu schauen, wie es bei mir selbst um diese 7 Säulen der Resilienz steht. Was heißen diese Schlagworte für mich:

1. Optimismus, in meinen Worten stark ausgeprägt als Ur-Vertrauen und eine positive Grundhaltung dem Leben und meinen Mitmenschen gegenüber.

2. Lösungsorientierung, für mich die Fähigkeit den Blick zu weiten, um zu sehen, welche Türen sich öffnen, nach dem sich eine geschlossen hat.

3. Akzeptanz heißt für mich, ich erkenne an, dass die Dinge sind wie sie sind und ich höre auf zu hadern, mit dem was ist.

 

„Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang verändern. Aber du kannst starten wo du bist und das Ende verändern.“ (C. S. Lewis)

 

4. Bindung, steht für mich für ein stabiles soziales Netz, für Menschen bei denen ich sein kann, wie ich bin.

5. Selbstwahrnehmung heißt für mich, mich mit all meinen Gefühlen wahrnehmen. Den Ärger, die Traurigkeit, einfach alles was gerade da ist körperlich fühlen.

6. Selbstreflexion ist für mich der Mut genau hinzuschauen, was war mein Anteil an dem Geschehen? Wie habe ich an der Situation mitgewirkt? Auf welche Signale habe ich nicht geachtet? Welche Lebenseinstellung habe ich, die mich hier so betroffen macht? Hier geht es ans Eingemachte. 

7. Selbstwirksamkeit heißt für mich, raus aus dem Opfergefühl, rein ins Leben. Egal wie schlimm es ist, was mir widerfahren ist - ich habe es in der Hand, wie lange ich mich gräme. Deshalb empfehle ich Ihnen, machen Sie in diesen Tagen verstärkt Sport. Achten Sie auf eine bewusste Ernährung, erledigen Sie jene Aufgaben, die Sie schon lange vor sich her geschoben haben, räumen Sie auf. Was auch immer Sie tun, seinen Sie dabei bitte gut zu sich. Sie werden spüren, wie die Lebensfreude mit jedem Tag etwas mehr zu Ihnen zurückkehren wird.

 

„Unser größter Ruhm liegt nicht darin, niemals zu fallen, sondern jedesmal wieder aufzustehen, wenn wir gescheitert sind.“ (Konfuzius)

 

Wie blicke ich heute auf meinen Entscheidungsprozess?

Es war die richtige Entscheidung, mein Körper hatte nicht gelogen. Es ging bei dem, was sich so stimmig angefühlt hat, nicht darum die Wahl zu gewinnen, sondern darum die Erfahrung mitzunehmen. Scheinbar wusste da „Etwas“ besser als ich, was ich wirklich brauche, um innerlich zu wachsen. Und eines kann ich Ihnen sagen, auch wenn es sich erst mal nach „gescheitert sein“ angefühlt hat, jetzt fühle ich Freiheit und Dankbarkeit für meinen Mut es probiert zu haben. Ich muss mich in jedem Fall nicht fragen, was wäre gewesen wenn …?

 

„Man bereut nie, was man getan, sondern immer, was man nicht getan hat." (Marc Aurel)

 

Gibt es Momente in Ihrem Leben bei denen Sie glauben, Sie seinen „Gescheitert“? Und möchten Sie auch Ihre Perspektive auf die Situation erweitern? Dann zögern Sie nicht länger und buchen Sie gleich Ihre erste Coaching Sitzung zu mehr Lebensfreude, Leichtigkeit und Entspannung. Ich freue mich auf Sie!


Mit herzlichen Grüßen

Ihre Vera Elkendorf
Ihr Coach für mehr Lebensfreude


Veröffentlicht am 24.03.2019