Stufen
Hermann Karl Hesse (1877-1962)

 

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

 

Neustart für das Jahr

 

Mit einer neuen Haltung zu mehr Lebensfreude

Die ersten Tage des neuen Jahres liegen schon hinter uns. Langsam wird es wieder etwas heller, auch wenn noch einige graue Tage vor uns liegen. Ein neues Jahr bedeutet für viele Menschen „Veränderung“ und beginnt mit „guten“ Vorsätzen. Sie wollen mehr Sport treiben, sich gesünder ernähren, mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen, gelassener durchs Leben gehen, endlich mit dem Rauchen aufhören und so weiter.

Doch in den allermeisten Fällen bleibt es bei diesen „guten“ Vorsätzen und nach wenigen Wochen sind diese vergessen und die alten Muster haben sich wieder eingeschlichen. Woran liegt es, dass wir Jahr für Jahr die gleiche Leier spielen, doch wirklich verändern tun wir nichts?

Wissen wir einfach nicht wie es geht? 

Fehlt uns nur die richtige Methode?

Viele Experten wollen uns weismachen, dass mit ihrer Methode, ihrem Ernährungs- oder Zielerreichungs-Konzept, alles anders wird und, dass wir mit ihrer Hilfe unsere Ziele - spielerisch - erreichen.

Ich frage mich, ist das wahr? Was soll an dieser vermeintlich neuen Methode so fundamental anders sein? Warum sollte es jetzt hiermit klappen? Selbst bei Methoden mit der Geld-zurück-Garantie bleibe ich skeptisch.


Wollen Sie wissen warum?


Weil mich keine dieser angepriesenen Methoden je wahrhaftig weitergebracht hat. Und warum genau? Weil mit ihrer Hilfe immer nur die Oberfläche betrachtet wurde und nicht die tieferliegenden Aspekte. Weil sie nicht aufdeckten, warum ich mir selbst bisher im Weg gestanden habe oder was der Gewinn an der Aufrechterhaltung dieser Situation für mich bisher gewesen ist. Auch zeigten sie nicht auf, welchen Verlust ich zu vermeiden versuchte, wenn ich nichts änderte. Weil sie mich nicht zu einer ehrlichen Auseinandersetzung mit mir selbst aufforderten. 

Es geht also nicht darum, eine weitere Methode zu entwickeln und diese unters Volk zu bringen. „Wir haben kein Wissensproblem“, sagt Gerald Hüther, Neurobiologe und Hirnforscher (an der Universität von Göttingen). „Wir wüssten schon wie es geht … wir haben ein Umsetzungsproblem“, führt er in seinem Vortrag zum Thema „Gelassenheit hilft“ (zu finden unter: https://www.youtube.com/watch?v=2XlJmew2lK4), weiter aus.

Wir gehen einen Schritt nach vorne, vielleicht noch einen zweiten, doch dann fallen uns schon wieder 1000 Gründe ein, warum es doch besser wäre, erst nächsten Monat mit dem Rauchen aufzuhören. Oder die Ernährung erst nach der nächsten Geburtstagsfeier umzustellen, unserem Partner noch eine Chance zu geben oder unsere eigenen Grenzen doch wieder aufzuweichen, um dem drohenden Konflikt aus dem Weg zu gehen.

Warum ist das so?

Weil wahre Veränderung nicht auf der Verhaltensebene stattfindet, wie die Hirnforschung aufzeigen kann. Wir müssen unsere Haltung, das heißt unser Glaubenssystem transformieren. Wir müssen unser Denken über uns selbst und über die Anderen verändern. Dann folgt das Verhalten, die gewünschte Verhaltensänderung, von ganz alleine. 

Doch wie komme ich zu einer neuen Haltung?

Es beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: 

  • Was denke ich über mich selbst? 
  • Was denke ich über die Anderen? 
  • Was denke ich über das Leben? 

Mit Hilfe dieser Bestandsaufnahme ergründen Sie Ihr Denken und Fühlen. Sie werden sich bewusst darüber, warum Ihr Leben so ist wie es ist. Warum Sie genau dahin gelangt sind, wo Sie gerade stehen. Ein Mensch der über sich z. B. denkt: „Ich bin nicht wichtig“ oder „Andere sind wichtiger als ich“, wird sich immer klein machen. Er wird nicht für sich und seine wahren Bedürfnisse einstehen und viel Ablenkung im Außen, in Form von Ersatzbefriedigungen suchen, um sich größer zu fühlen. Dies drückt sich dann in Verhaltensweisen wie z. B. hohem Konsum, gestörtem Essverhalten, Drogen oder ähnliches aus. Jemand der sich z. B. für wenig liebenswert hält, wird all die Liebe um sich herum anzweifeln, bis er damit seinen Partner in die Arme eines anderen gedrängt hat, um dann genau das bestätigt zu bekommen, was er insgeheim die ganze Zeit geglaubt hat „Er ist nicht liebenswert.“.

Unser Glaubenssystem ist hoch komplex. Es setzt sich zusammen aus all unseren Erfahrungen, vom Tag unserer Entstehung bis heute. Jede emotional aufgeladene Erfahrung, die wir in unserem Leben gemacht haben, ist dort gespeichert und beeinflusst uns in unserem Denken und Fühlen. Damit in der Art und Weise, wie wir auf uns selbst, die Anderen und das Leben blicken. Stellen Sie sich vor, jede dieser emotional aufgeladenen Erfahrungen ist wie ein eigener Planet. Mehrere dieser Planeten bilden ein Sonnensystem. Und wenn Sie viele dieser emotional aufgeladenen Erfahrungen in Ihrem Leben gesammelt haben, dann existieren sogar mehrere parallele Sonnensysteme.

Diese Erfahrungen zu identifizieren und unser inneres Koordinatensystem neu auszurichten, ist unsere eigentliche Aufgabe im Leben.


Es geht nicht so sehr darum, ob Sie rauchen, ob Sie zu viel trinken, sich schlecht ernähren oder zu wenig Sport treiben, dass ist alles die Oberfläche. Wenn Sie Ihre Haltung sich selbst, Ihren Mitmenschen und dem Leben gegenüber verändern, weil Sie sich selbst auf die Spur gekommen sind, werden Sie automatisch all diese selbstzerstörerischen Verhaltensweisen ablegen. Diese passen dann nicht mehr zu Ihnen. Wie ein Kleidungsstück, aus dem Sie herausgewachsen sind.

Machen Sie sich auf den Weg und machen Sie das Jahr 2018 zu Ihrem Jahr. Beginnen Sie mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme und hinterfragen Sie ganz bewusst Ihr bisheriges Denken.

Mein Artikel hat Sie inspiriert? Sie sind ganz neugierig auf Ihr Sonnensystem und wollen mehr über Ihr Denken und Fühlen erfahren? Rufen Sie mich an und vereinbaren Sie ein erstes kostenloses Telefon-Coaching. Ich freue mich, Sie kennenzulernen und Sie auf Ihrem persönlichen Weg zu mehr Lebensfreude, Entspannung und Leichtigkeit zu begleiten.

Mit herzlichen Grüßen 

Ihre Vera Elkendorf